| Der Basler Riese |
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Benjamin Hohlbaum hütet das Tor des SC Unterseen-Interlaken. Bericht Jungfrauzeitung! Mit seinen 196 Zentimetern Körpergrösse ist er die neue Mauer im Tor des SC Unterseen-Interlaken: Benjamin Hohlbaum. In Langenthal zuletzt oft überzählig, ersetzt der 22-Jährige bei den Steinböcken nun den verletzten Simon Siegrist. Schon als Gegner spielte der Basler immer gern auf Bödeler Eis - und freut sich nun, mit der SCUI-Anhängerschaft im Rücken auflaufen zu dürfen. Der Name Benjamin Hohlbaum ist in der Bödeler Eishockeyszene kein unbekannter. Der neue Schlussmann des SC Unterseen-Interlaken stand den Steinböcken bereits während der Saisons 2006/07 und 2007/08 als Gegner gegenüber. Und auch Nachwuchs-Cheftrainer Res Künzi kennt den 22-Jährigen bestens: Unter seiner Leitung erlernte Hohlbaum einst in der Hockeyschule des EHC Basel das eishockeytechnische Handwerk - wenn auch damals noch als Feldspieler. Wenn man so will, war es der Zufall, der das sportliche Schicksal des Baslers besiegelte. Der junge Hohlbaum spielte bei den Bambini des EHC Basel, als der Torhüter des Teams Kanton und gleichzeitig Verein den Rücken kehrte. Ein neuer Tormann musste her - und aufgrund seiner Erfahrung als Fussball- oder Unihockey-Torhüter während des Sommertrainings schien Hohlbaum geradezu prädestiniert dafür. Nachdem er sich anfangs mal im, mal vor dem Tor austobte, entschied sich Hohlbaum schliesslich für den Torhüterposten: «Ich sah dort mehr Perspektive. Ausserdem macht es mehr Spass.»
Beim EHC Basel durchlief Hohlbaum daraufhin sämtliche Juniorenstufen. Als er sich mit 18 Jahren bereit fühlte, sich auf die Eisfelder der Amateurliga zu wagen, kam das Angebot des EHC Zunzgen-Sissach gerade recht. Zwei Saisons spielte er für die Farben der Baselländer, ehe ihm auf die vergangene Spielzeit hin der Sprung in die Nationalliga gelang. Aus der NLB hatte der SC Langenthal angeklopft - und Hohlbaum liess sich nicht zweimal bitten: «Ich wollte einen weiteren Schritt vorwärts machen.» Im Dress der Langenthaler erlebte der junge Schlussmann nach eigenen Angaben sein bisher grösstes sportliches Erlebnis: In der rappelvollen Mélèzes in La Chaux-de-Fonds verlor der SCL zwar das vierte und somit letzte Playoff-Viertelfinalspiel der Saison 2008/09 nach einem Penalty-Krimi - Hohlbaum aber glänzte im Tor der Oberaargauer: «Trotz unseres Ausscheidens war dies spielerisch mein bisheriger Höhepunkt.»
Beim SC Langenthal schenkte man dem «Butterfly»-Goalie zuletzt jedoch kaum mehr Vertrauen. Oft war er überzählig, Einsätze wurden rar. Die Unzufriedenheit schlich sich ein. Währenddessen war man rund 100 Kilometer weiter südlich auf der Suche nach einem Ersatz für den Ersatz - der für den verletzten Stammtorhüter Simon Siegrist zum SC Unterseen-Interlaken zurückgekehrte Alex Beekman stand wegen seines beruflichen Engagements nur beschränkt zur Verfügung. Das Timing von SCUI-Sportchef Markus Reist hätte also besser nicht sein können, als er Hohlbaum ein Angebot unterbreitete. Letzterer willigte trotz knapp eineinhalbstündigem Trainingsweg - der Hüne lebt und arbeitet noch immer im Kanton Basel - ohne zu zögern ein. Man einigte sich auf eine B-Lizenz, sodass Hohlbaum nach wie vor einmal wöchentlich mit dem SC Langenthal trainieren wird.
Beim SCUI feierte Hohlbaum am Mittwoch seinen Einstand: Im Spiel gegen die noch verlustpunktlosen Huttwil Falcons setzte es auswärts eine 1:4-Niederlage ab. Am Samstag, 24. Oktober, bestreitet der grossgewachsene Schlussmann für die Steinböcke nun seine erste Partie vor heimischem Anhang, worauf er sich besonders freut. Aus seiner Zeit bei Zunzgen-Sissach, langjähriger SCUI-Kontrahent in der 1. Liga, weiss Hohlbaum: «Die Fans auf dem Bödeli sind toll, die Stimmung in der Halle immer gut.» Mit seinem neuen Verein, dem er vorerst mindestens bis Dezember treu bleiben wird, will er in der oberen Region der Tabelle mitspielen und das seinige zum Erfolg der Mannschaft beitragen: «Dank meiner Grösse fülle ich das Tor gut aus». Gute Voraussetzungen also, damit die gegnerischen Sturmformationen vor dem SCUI-Tor gegen eine Mauer laufen. |















