Ein Thuner geht fremd?!
Mike Geng spielte während 13 Jahren für Thun in der 1. Liga. Nun schnürt er die Schlittschuhe für den SC Unterseen-Interlaken.

Schon als Kind war Mike Geng Stammgast auf der Thuner Kunsteisbahn, Als Junior begann er beim EHC Thun-Steffisburg mit dem Eishockeyspielen. Als ambitionierter Nachwuchsspieler gehörte er den Elite-Junioren des SC Bern und des SC Langnau an, ehe er mit 19 Jahren nach Thun zurückkehrte. 1997 war das. 32 Jahre alt ist Verteidiger Geng mittlerweile. Den Klub gewechselt hat er nicht mehr, Bis im vergangenen Sommer. Geng verliess Thun und spielt jetzt für den 1.-Liga-Konkurrenten Unterseen-Interlaken. «Ich suchte nochmals eine neue Herausforderung», nennt der Verteidiger die Beweggründe für seinen Klubwechsel. «Zuvor hatte ich diese auch im Inline-Hockey gefunden, wo ich auch Mitglied des Nationalteams war. Mit Inline-Hockey habe ich aber mittlerweile aufgehört. Und es reizte mich, im Eishockey nochmals in einem 1.-Liga-Spitzenteam zu spielen.» Weniger Vertrauen Als Mike Geng 1997 nach Thun zurückkehrte, gehörte der SC Thun. wie der heutige EHC Thun damals hiess, zu den Spitzenvereinen der 1. Liga. Bald aber ging es mit dem Verein bergab, 2001 verliessen gleich 16 Spieler aus den verschiedensten Gründen den SC Thun. Mike Geng aber blieb, obwohl in der Folge Platzierungen in der unteren Tabellenhälfte zum Normalfall gehörten. «Ich habe gehofft, dass es wieder aufwärts geht und man in Thun wieder etwas bewegen kann.» Ein 6. Platz und die Qualifikation für die Playoff-Viertelfinals in der Saison 2005/06 blieben aber ein einsamer Höhepunkt. Vor einem Jahr machte Thun nochmals auf sich aufmerksam, als die Oberländer im Herbst unter anderem bei Gengs heutigem Verein Unterseen-Interlaken mit 9:2 gewannen. «Dann verletzten sich drei, vier wichtige Spieler», erinnert sich Geng. «Und alles brach wie ein Kartenhaus zusammen.» Ende Saison kam es zu einem erneuten Aderlass, die aktuelle Thuner Mannschaft belegt in der 1.-Liga-Gruppe 2 den letzten Platz. «Rückblickend kann ich sagen, dass das Vertrauen in den Verein mit der Zeit schwand», meint Geng, der in Thun stets nur Spieler gewesen war. «Man wollte, dass ich als Trainer tätig werde. Das war für mich kein Thema. So lange ich spiele, konzentriere ich mich darauf.» Kontakt selbst gesucht Als sich Geng entschloss, Thun zu verlassen, gab es keine grosse Reaktion von Seiten des Vereins. «Ich habe nicht viel gehört», sagt Geng. «Das hat mich doch einigermassen erstaunt.» Den Kontakt zu Unterseen-Interlaken suchte der Verteidiger, der in Aeschlen ob Gunten wohnt, verheiratet ist und als Bauzeichner arbeitet, von sich aus. «Ich suchte einen Verein aus der Region, und zu Wiki wollte ich nicht wechseln.» Geng rief Unterseens Sportchef Markus Reist an, rasch wurde man sich einig. Am 2. Oktober trat Geng mit seinem neuen Verein in Thun an. Unterseen-Interlaken gewann 3:1. «Ein ganz normales Spiel war es für mich nicht», sagt der 32-Jährige. «Ich habe mich aber aufs Spiel konzentriert und bin, als ich im Grabengut angekommen bin, auch sofort in die Garderobe gegangen.» Thuns Stürmer Michel Bühlmann ist nach wie vor ein enger Freund Gengs, Bühlmann war bei Gengs Hochzeit Trauzeuge. Am nächsten Freitag trifft Unterseen in Matten bei Interlaken wieder auf Thun. «Etwas mehr unter Druck stehe ich schon, wenn ich gegen Thun spiele», meint Geng. «Ich will eine gute Leistung zeigen.» Reto Pfister BO>

 

 

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Freitag
25. Mai 2012
19.00 Uhr

Kursaal Interlaken

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Mai 
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2. Fankhauser Marc 1./BO
2. Herrmann Julian BeO Ost
3. Neves Sandra BeO Ost
5. Schmocker Robin BeO Ost
7. Meyes Dominic 1./BO
10. Teuscher Christian BeO Ost
11. Gresch Oliver 1.
15. Gerber Gian-Marco BeO Ost
15. Riesen Noël BeO Ost
20. Fuchser David 1.
20. Pfeiffer Tom BeO Ost
26. Maurer Marco BeO Ost
31. Jan Mathys BeO Ost

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