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Manuel Holenstein hilft im SCUI-Sturm aus
Er weiss, wie es ist, wenn Arno Del Curto ausflippt: Manuel Holenstein spielte bis vor kurzem beim HC Davos, ehe er zum SC Langenthal wechselte und nun den SC Unterseen-Interlaken verstärkt. Mit seiner Hilfe soll es mit den Steinböcken wieder bergauf gehen - und auch er selbst will hoch hinaus.
Anfang Jahr spielte Manuel Holenstein noch für die Bündner Steinböcke in der NLA - jetzt verstärkt er die Unterseener Steinböcke in der 1. Liga.
Arno Del Curto ist der Kulttrainer im Schweizer Eishockey. Seit 1996 steht er ununterbrochen an der Bande des HC Davos und holte mit diesem insgesamt vier Schweizermeistertitel in seiner Amtszeit - den letzten in der vergangenen Saison. Kult ist Del Curto aber nicht (nur) des Erfolgs, sondern vor allem seiner unkonventionellen Art wegen: Er lief Medienleuten vor laufender Kamera schon wutentbrannt davon, kann ihnen aber nach dem nächsten Spiel im Interview wieder versöhnlich auf die Schulter klopfen. Und wenn er an der Bande ob des auf dem Eis Gezeigten ausflippt, sich die Haare rauft und die Tür auf und zu schlägt, sorgt man sich fast ein bisschen um seine Spieler.
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Del Curtos Launen Grund zur Sorge gibt es nicht. Das sagt jedenfalls Manuel Holenstein: Der 20-Jährige spielte in der Meistersaison 2010/11 bis im Februar unter Del Curto, nachdem er zuvor vier Jahre in der Nachwuchsabteilung des HCD gereift war. Nicht nur für die Zuschauer und Medien, auch für die Spieler selbst sei es spannend, Del Curtos Reaktionen auf gewisse Situationen zu beobachten, sagt Holenstein: «Das ändert immer. Er ist praktisch jeden Tag anders drauf.» Für ihn als jungen Spieler sei es aber vergleichsweise leicht gewesen, unter dem leidenschaftlichen Coach zu spielen: «Bei ihm dürfen die Jungen auch mal Fehler machen, er setzt sie nicht unter Druck.»
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Wenig Verantwortung beim SCL Holenstein brachte es bis im Februar 2011 auf 22 Einsätze beim HCD - und spielt jetzt plötzlich zwei Ligen tiefer auf dem Bödeli, für die anderen Steinböcke. Nachdem er bei Davos immer weniger Eiszeit erhielt, wurde er per B-Lizenz an den SC Langenthal in die NLB weitergereicht. Dieser hat Holenstein inzwischen übernommen. Auch bei den ambitionierten Oberaargauern zählt er aber nicht zum festen Stamm. Langenthal suchte deshalb einen Verein, wo Holenstein und drei andere, junge Spieler zu mehr Spielpraxis kommen und gleichzeitig mehr Verantwortung übernehmen können - und fand diesen im SC Unterseen-Interlaken.
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Tor beim SCUI-Debüt Er sei bei den «anderen» Steinböcken sehr gut aufgenommen worden, sagt Manuel Holenstein. «Ich habe das Gefühl, dass sich alle darüber freuen, dass wir hier sind - sogar die Spieler der vierten Linie, die unseretwegen nun vermehrt auf der Bank sitzen.» Im ersten Spiel für Unterseen war es denn gleich die Verstärkungs-Linie, welche bei der 2:5-Niederlage gegen Burgdorf die zwei Tore erzielte - das zweite (in Unterzahl) ging auf Holensteins Konto. Und Holenstein machte in der Partie auch mit anderen spielerischen Qualitäten auf sich aufmerksam, distanzierte seine Gegner in Laufduellen etwa um mehrere Meter.
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Wettkampfglück kommt zurück Mit diesen Qualitäten will Holenstein auf dem Bödeli etwas bewirken: «Es geht nicht nur darum, dass wir uns persönlich weiterentwickeln. Wir versuchen dem Team so gut wie möglich zu helfen.» Und Hilfe kann man bei Unterseen brauchen, denn die Ausbeute des SCUI in der laufenden Saison beschränkt sich auf zwei Punkte. Gegen das noch punktelose Adelboden soll sich das am Mittwoch ändern. «Wichtig ist, dass wir ruhig bleiben und uns nicht unter Druck setzen lassen», sagt Holenstein. Das Wettkampfglück werde sich irgendwann auf die Unterseener Seite stellen. «Und dann geht es wieder bergauf», ist Holenstein überzeugt. Bergauf will er auch selbst und früher oder später wieder in der National League A spielen - ob unter Arno Del Curto oder einem anderen Trainer, bei einem anderen Verein spielt ihm keine Rolle. |