Nicht mehr nur einer von vielen
Bei den Pikes Oberthurgau sah er für sich keine Zukunft. Seit acht Spielen läuft Gregory Zehnder nun für den SC Unterseen-Interlaken auf. An sein neues Umfeld und seine neue Rolle hat sich der 21-Jährige gut und schnell gewöhnt.


Gregory Zehnder hat sich ganz offensichtlich schnell auf dem Bödeli zurecht gefunden: Seit acht Spielen läuft er im Dress der Steinböcke auf und erarbeitete sich mit sechs Toren und vier Assists innert Kürze einen der besten Skorerwerte im ganzen SCUI-Kader. Nur Langenthal-Leihgabe Dominic Hobi verfügt mit 1,3 über die noch bessere Punktequote pro Spiel. «Mir passt es hier», sagt Zehnder denn auch.

 

Einer von vielen

Zehnder wechselte Mitte November von den Pikes Oberthurgau aus der 1. Liga Ost-Gruppe zum SC Unterseen-Interlaken. Dies, nachdem Roland Liechti und Sportchef Markus Reist schon in den vergangenen zwei Jahren mehrmals beim 21-Jährigen angeklopft hatten. In seiner zweiten Saison im Thurgau fühlte er sich bei den Pikes nicht mehr wohl: Unter 13 Stürmern, wovon elf Nationalliga-Erfahrung haben, war er «nur einer von vielen» und bekam nicht so viel Eiszeit, wie er sich wünschte. «Das Umfeld war zwar gut. Aber ich wollte ja im Hockey einen Schritt vorwärts machen und hatte das Gefühl, dass ich das in dieser Mannschaft nicht kann», so Zehnder. Auch ein anderer Faktor sprach für den Wechsel aufs Bödeli: Mit Pascal Uhlmann wechselte gleichzeitig sein ehemaliger Mitbewohner und Mitspieler aus Langenthal-Zeiten zu Unterseen.

 


Neue Wohnung, neuer Job

Nun werden Uhlmann und Zehnder erneut WG-Partner. Der SCUI hat für die beiden eine Wohnung auf dem Bödeli gefunden, wo sie spätestens Anfang des neuen Jahres einziehen werden. Auch bei der Suche nach einer neuen Lehrstelle - Zehnder war in Thurgau in der Ausbildung zum Sportartikelverkäufer - unterstützte der Verein seinen neuen Spieler. Seit zwei Wochen arbeitet der Stürmer und gelernte Verteidiger nun bereits bei Intersport Oberland in Interlaken und pendelt vorerst noch von seinem Elternhaus in Bern hierher. Nicht nur seine Job- und Wohnsituation, auch seine Rolle innerhalb der Mannschaft hat sich mit dem Wechsel zu Unterseen verändert. «Hier kann ich Verantwortung übernehmen.» Seiner Rolle wurde Zehnder schnell gerecht: Schon in seinem dritten Spiel für die Steinböcke schlug er gehörig ein und steuerte zum 6:3-Sieg gegen Erzrivale Wiki-Münsingen drei Tore bei.

 


Einstellungssache

«Ich bin zufrieden mit meinem Einstand, aber es kann immer besser laufen», sagt Gregory Zehnder. Überhaupt nicht lief es dem SCUI im letzten Spiel gegen Lyss. Im Seeland unterlag man nach einem Fehlstart mit drei Gegentoren in den ersten zehn Minuten am Ende klar mit 3:7. «Wir hatten den Kopf nicht bei der Sache. Vielleicht haben wir es zu locker genommen, vielleicht verschliefen wir den Start, weil es ein Wochenspiel war. Aber es bringt nichts, nach Ausreden zu suchen.» Klar ist, dass dasselbe im Heimspiel vom Samstag gegen den EHC Aarau nicht wieder passieren darf. «Die Einstellung muss stimmen», sagt Zehnder. Schliesslich will man ein Fiasko wie beim Hinspiel, als man auswärts 0:6 auf die Kappe bekam, nicht noch einmal erleben. Zehnder jedenfalls ist überzeugt: «Wenn wir abrufen können, was wir draufhaben, schlagen wir Aarau.»

 

Nächster Event

Hauptversammlung SCUI

Freitag
25. Mai 2012
19.00 Uhr

Kursaal Interlaken

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3. Neves Sandra BeO Ost
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15. Riesen Noël BeO Ost
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20. Pfeiffer Tom BeO Ost
26. Maurer Marco BeO Ost
31. Jan Mathys BeO Ost

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