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Simon Kühni ist Verteidiger beim SC Unterseen-Interlaken
In Langenthal wurde er kaum eingesetzt. Seit Simon Kühni beim SC Unterseen-Interlaken spielt, gehört er zum Stamm. Die Erfahrung eine Liga weiter unten gibt dem 21-jährigen Verteidiger die nötige Gelassenheit.
Im Dress des SC Langenthal kam Simon Kühni in den letzten zwei Jahren wenig zum Einsatz. In Unterseen hat er in der Verteidigung einen Stammplatz.
Es läuft die viertletzte Minute in der Partie Basel-Kleinhüningen gegen Unterseen. Simon Kühni spurtet mit der Scheibe aus dem eigenen Drittel, umkurvt drei Gegenspieler, als wären sie Statisten und haut drauf: 7:0. Kühni setzt den Schlusspunkt in einer einseitigen Partie, die seine Farben von A bis Z dominierten. Und schon beim 4:0, das in der 40. Minute das Spiel vorzeitig entschied, hatte Kühni seinen Stock im Spiel. Er lancierte Roger Götz, der mit seinem Treffer die letzten Basler Hoffnungen begrub.
Gelassener in der 1. Liga Simon Kühni ist seit Mitte Oktober ein wichtiger Akteur in den Unterseener Reihen. Per B-Lizenz stiess der Verteidiger zum SCUI, nachdem er zuvor beim SC Langenthal in der Nationalliga B zu kaum Spielpraxis gekommen war. «Ich hatte ja nicht erwartet, dass ich gleich ein Leader bin. Aber ich ging schon davon aus, dass ich die Saison mit Langenthal beende», verbirgt Kühni seine Enttäuschung über seine Leihgabe nicht. Bereits 2010 war er mit Langenthal in die Saison gestartet und dann im Verlauf der Meisterschaft per B-Lizenz an Zuchwil-Regio in die 1. Liga abgegeben worden. Längst aber hat Kühni sein Schicksal akzeptiert: «Hier kann ich mich Schritt für Schritt weiterentwickeln», sagt er. Das Niveau in der 1. Liga gebe ihm vor allem eine gewisse Gelassenheit: «In der NLB hast du weniger Zeit zum Überlegen, da muss alles schneller gehen.» Das Tempo in der Amateurliga sei tiefer, er spiele hier nicht so überhastet, «das gibt mir Sicherheit.» Nebst dem Tempo sieht Kühni auch Unterschiede im technischen und taktischen Bereich, die in der 1. Liga weniger ausgeprägt sind: «Hier wird mehr auf den Körper gespielt.»
Wiki oder Zuchwil? Ins Team hat sich Simon Kühni gut eingefügt, «es hat mir eigentlich vom ersten Training an gut gefallen.» Von seinen Mitspielern wird er gut unterstützt und dementsprechend zufrieden ist er auch mit seinen bisherigen Auftritten im SCUI-Dress. In 16 Spielen punktete der Verteidiger neunmal, wie zuletzt gegen Basel. Dass es nicht immer so einfach gehen kann wie beim 7:0-Kantersieg, ist sich Kühni bewusst. Und ebenso, dass man Adelboden - den Gegner im nächsten Heimspiel am Samstag, 4. Februar - nicht unterschätzen darf. «Die haben Zunzgen geschlagen, die sind zu allem fähig.» Mit einer sauberen Defensivleistung und der entsprechenden Ausbeute vor dem gegnerischen Tor ist er aber zuversichtlich, dass seine Unterseener am Samstag als Sieger vom Eis gehen. Und das ist das Ziel, denn bis zum Ende der Quali-Masterround wollen die Steinböcke Zunzgen-Sissach noch von der Leaderposition verdrängen und sich damit eine gute Ausgangslage für die Playoff-Viertelfinals schaffen. Auch Simon Kühni würde dort gerne gegen Erzrivale Wiki-Münsingen auflaufen - sagt aber: «Gegen meinen Ex-Verein Zuchwil zu spielen, hätte auch seinen Reiz.»
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